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Göscheneralp

Von Wanderbüchern und Zeitschriften-Artikeln neugierig gemacht, erkundeten wir jüngst an einem prächtigen Oktobertag die Gegend rund um den Göscheneralpsee. Auf der rund vierstündigen Wanderung kamen wir ob der Fülle alpiner Eindrücke kaum aus dem Staunen heraus. Unter uns der türkisfarbene Stausee, ocker im Sonnenlicht leuchtende Alpweiden, aus dem rötlichen Laub der Heidelbeerstauden lockten schmackhafte Beeren, in der Weite die Bergkette rund um den Dammastock, da und dort ein kleinerer oder grösserer Bergbach, dessen Wasser munter über rund geschliffene Steine hüpft.

Zuhause galt es, aus der Fülle der gesammelten Motive eine erste Auswahl zu treffen. Ich legte mich erst auf ein Motiv fest mit Blick über das Hochmoor zu Bergkette des Dammastocks. Schon das Skizzieren dieser Kette war eine erste Herausforderung... - Beim Malen begann ich "klassisch" mit dem Himmel. Die ganze Fläche wurde zuerst mit einem Schwamm befeuchtet, um ein zügiges fliessendes Malen zu ermöglichen. In der rechten Bildhälfte liess ich die Farbe dabei schon etwas in die Berge fliessen. Mit feinem, spitzem Pinsel arbeitete ich diese nach dem ersten Auftrocknen heraus. Schritt für Schritt malte ich mich dem Vordergrund entgegen. Dabei wurden die Farben leuchtender, die Schatten kräftiger.

Schliesslich blieb noch der Vordergrund... Auch hier hatte ich die Lage der grösseren Felsblöcke vorgezeichnet. In der Lichtführung hielt ich mich dann jedoch nicht exakt an die Fotovorlage. Um dem Bild etwas mehr Tiefe zu verleihen, hielt ich diesen Bildteil vor allem auf der linken Site etwas mehr im Schatten stehen...

Nun, ich bin selber gespannt, welche weiteren Motive mich von diesem Foto-Wander-Trip noch zum Malen animieren werden...